Der Weinberg der luxemburgischen Mosel produziert heutzutage Weine von ausgezeichneter Qualität und ausgesprochenem Charakter. Diese so sehr geschätzten Weine verdanken ihre Entstehung einer Reihe von Umständen, wie dem fruchtbaren und mit Sorgfalt bearbeiteten Boden, sowie dem leidenschaftlichen Eifer und der professionellen Einstellung der permanent auf die Produktion von Qualitätsweinen ausgerichteten Winzer. Der luxemburgische Weinberg an der Mosel verdient seinen Platz unter den großen Herkunftsbezeichnungen.

Die Mosel bildet, zwischen Schengen und Wasserbillig, über eine Entfernung von 42 Kilometern hinweg, eine natürliche Grenze zwischen Luxemburg und Deutschland. Dabei fällt der Höhenunterschied gegenüber dem Meeresspiegel von 142 auf 129 Meter ab. Kanalisiert ist die Mosel seit 1964.

Auf den Hängen des weiten Moseltales, das eine Breite zwischen 300 und 400 Metern aufweist, wächst der nach Süden exponierte luxemburgische Weinberg. Das Moseltal ist eines der nördlichsten Weinbaugebiete für Qualitätsweine.

Die Weinberge liegen meistens 150 bis 250 Meter über dem Meer. Das Anbaugebiet gehört, geologisch gesehen, zur Triasformation. Das ganze Areal ist in zwei große unterschiedliche Gebiete zu unterteilen, wovon ein jedes den verschiedenen dort angebauten Weinen die spezifischen Merkmale seines Bodens überträgt.

• Im Kanton Remich wachsen die Reben hauptsächlich auf Keuper mit Tonmergel. Hier ist das Tal ziemlich weit offen und die abgerundeten und weich abfallenden Hänge geben Weine, die voll und harmonisch wie die Landschaft sind.
• Im Kanton Grevenmacher überwiegen klüftige Stufen von Muschelkalk. Die langsame Erosion hat zu einem engeren Tal mit steil abfallenden dolomitischen Hängen geführt, welche rassige und elegante Weine erzeugen.

Die Weinrebe ist eine edle Kulturpflanze und sie stellt viele klimatische Ansprüche. Die Temperatur, die Niederschlagsmenge und die Sonneneinstrahlungsdauer spielen eine ausschlaggebende Rolle. Infolge der geologischen Beschaffenheit und seiner geographischen Lage ist unser Weinbaugebiet durch ein maritimes Klima mit kontinentalem Einfluß begünstigt.

Das Moseltal verfügt daher über ausgezeichnete Voraussetzungen für diese Art von Kultur. Die Winter sind nur mäßig kalt, und im Sommer ist die Temperatur nur selten extrem hoch.
Die durchschnittlichen Temperaturschwankungen sind geringfügig und schaffen daher ausgezeichnete Bedingungen für die Herstellung von Qualitätsweinen. Die Niederschläge betragen im Schnitt 725 mm.


Die Vegetationsperiode der Rebe beginnt gewöhnlich um die Mitte April, die Blüte erfolgt gegen Ende Juni und die Reife beginnt ab Mitte August.
Die Frühjahrstemperaturen sind von großer Bedeutung, weil sie sich auf den Beginn des Austriebes und der Blüte der Reben auswirken. Eine trockene und warme Witterung zur Zeit des Beerenansatzes stellt sich als ideal heraus. Bei ausgeglichenen Sommer- und Herbsttemperaturen, mit Wärme im August und September, ist es gestattet, mit einem ausgezeichneten Weinjahrgang zu rechnen.
Für die Weinlese, Ende September bis Ende Oktober, wünscht sich der Winzer ein trockenes und sonniges Wetter.